Keine spricht darüber: Periodenarmut

Dr. Bianca Schuchardt, die Präsidentin des Zonta Clubs Braunschweig hat gemeinsam mit Zontian Marion Lenz den ersten Karton mit Hygieneartikeln an die beiden Mitarbeiterinnen der Braunschweiger Tafel, Heidrun Bartels und Valentina Wunder, überreicht. (vrnl)

Der ZONTA Club Braunschweig hat Hygieneartikel im Gesamtwert von rund 800 Euro an die Braunschweiger Tafel e.V. übergeben

Warum sind gespendete Binden und Tampons nötig?

Es gibt Benachteiligungen, die sind so unsichtbar und so alltäglich. Sie betreffen Millionen Menschen - doch keine spricht darüber. Weil es den Betroffenen unangenehm ist. Gemeint ist die sogenannte „Periodenarmut", ein weltweites Problem. Frauen mit sehr wenig Geld können sich weder Tampons noch Binden kaufen. Sie müssen mit Klopapier oder Stoffresten improvisieren, auch in Deutschland. Um der „Periodenarmut" in Braunschweig etwas entgegen zu setzen, hat der ZONTA Club Braunschweig kürzlich Hygieneartikel im Wert von rund 800 Euro an die Braunschweiger Tafel gespendet.
In der Regel beschränken sich die Ausgaben nicht nur auf Hygieneprodukte wie Tampons, Binden oder Menstruationstassen, sondern benötigt werden auch Schmerzmittel, neue Unterwäsche, wenn die alte durch Blutflecken verschmutzt ist, oder auch Dinge wie Schokolade oder Wärmflaschen, die die Periode erleichtern.
Laut einem Bericht von „Plan International" empfinden in Deutschland fast drei Viertel der jungen Frauen die monatlichen Ausgaben für die Periode als finanzielle Belastung. Jede Zehnte zögert den Wechsel von Tampons oder Binden bewusst hinaus, um länger damit auszukommen.

ZONTA hat es sich zur Aufgabe gemacht, weltweit benachteiligte Frauen zu unterstützen, begabte Frauen zu fördern und für die Rechte von Frauen einzutreten. In Braunschweig unterstützt der ZONTA Club seit seiner Gründung zahlreiche Angebote, wie z. B. das Frauenhaus, Frauen-Beratungsstellen, die Erziehungsberatung oder wohnungslose Frauen.

Braunschweig, 13. Januar 2025